Fünf Gründe, warum ein Baby schreit

Author:

Wie finde ich heraus, warum mein Baby so viel schreit?

Eine Frage die sich alle frischgebackenen Mütter stellen ist: „Warum weint mein Baby?“ Dabei ist es ganz normal, dass man als Mama mitleidet, wenn das Baby geboren ist und weint. Immerhin haben sich die letzten Monate nur um das Baby gedreht. Du hast es beschützt so gut du konntest, hast auf deine Ernährung geachtet, dich ausgeruht und ihm geholfen auf die Welt zu kommen. Warum weint es jetzt bloß so viel?!

Das Weinen ist die Sprache deines Babys. Du musst dir also grundsätzlich erstmal keine Sorgen machen, wenn es weint. Auch nicht, wenn es viel schreit. Dein Baby muss erst lernen, sich zu regulieren. Es muss die ganzen Eindrücke verarbeiten, die den ganzen Tag auf es einprasseln. Außerdem lernt es zu verstehen, dass du auch bei ihm bist, wenn es mal nicht auf deinem Arm liegt. Nach neun Monaten Geborgenheit und Wärme in deinem Bauch, kann sich diese Welt ganz schön groß und kühl anfühlen. Am besten lernst du also, das Weinen deines Babys so schnell wie möglich zu deuten.

Die fünf Arten des Weinens

Nur selten bedeutet das Weinen von einem Baby wirklich etwas Ernstes wie Schmerzen. Hebammen und Ärzte haben das Weinen in fünf gängige Kategorien unterteilt, die du mit etwas Geduld und Übung bald unterscheiden kannst.

  • Das Baby weint, weil es Hunger hat!
  • Das Baby weint, weil es müde ist!
  • Das Baby weint, weil ihm zu warm oder zu kalt ist!
  • Das Baby weint, weil ihm langweilig ist oder weil es überreizt ist!
  • Das Baby weint, weil ihm etwas weh tut!

Auf diese Arten des Schreiens kannst du unterschiedlich reagieren. Weint das Baby zum Beispiel, weil es Schmerzen hat, braucht es manchmal einfach nur eine frische Windel. Vielleicht hat es einen wunden Popo und hat deswegen Schmerzen.

Mit der Zeit lernst du, dieses Schreien zu deuten und gezielt damit umzugehen. Manche Mütter lernen das ziemlich schnell, andere brauchen etwas länger. Es gibt Babys, die wenig weinen und andere, die sehr viel schreien. Das ist ganz normal und kein Grund zur Sorge.

Das Wichtigste für dein Baby ist, dass du da bist. Wenn du nicht weißt, warum es weint, nimm es einfach hoch und versuch es zu beruhigen. So zeigst du deinem Baby, dass es nicht allein mit seinem Unwohlsein ist.

Probiert doch mal die neue Einschlafmusik von Medklang „Schlaf Gut Kleiner Mozart“. Hier Klicken!

Wie viel Schreien ist normal?

Jedes Baby schreit unterschiedliche viel. Das hängt mit seinem Gemüt zusammen, aber auch mit Faktoren wie der Schwangerschaft, der Geburt, der Umgebung in der es lebt und vielem mehr. Als grobe Richtung an die du dich orientieren kannst gilt: in den ersten sechs Lebenswochen schreit ein Baby durchschnittlich ein bis zwei Stunden pro Tag. Bis zur 16. Lebenswoche schreit es wahrscheinlich mehr, das kann bis zu drei Stunden täglich sein. Nach dieser Zeit reduziert sich das Schreien meist deutlich.

Woran erkenne ich den Grund des Schreiens?

Hunger

Wenn dein Baby schreit, weil es Hunger hat, ist dies ziemlich leicht zu erkennen. Es dreht seinen Kopf zu Seite, nuckelt an der Faust oder macht schmatzende Geräusche. Ein „Hunger-Weinen“ beginnt meist erst zaghaft mit einem Quengeln. Es wird dann zunehmend stärker und endet in einem qualvollen und lautem Schreien. Am besten erkennst du die Anzeichen für das „Hunger-Weinen“ frühzeitig, denn wenn dein Baby richtig schreit, fällt es ihm sehr schwer, an deiner Brust zu trinken. Es wird dann hektisch und schluckt zu viel Luft. Wenn du dir in den ersten Wochen unsicher bist, kannst du dein Baby lieber einmal zu viel an die Brust anlegen, als zu wenig. Es wird dadurch nicht verwöhnt!

Müdigkeit

Auch Müdigkeit lässt sich recht leicht erkennen. Dein Baby dreht den Kopf beim Spielen weg, reagiert nur noch langsamer, reibt sich die Augen, gähnt oder rudert mit den Armen. Auch hier ist es wichtig schnell zu reagieren, denn ein übermüdetes Baby kann sich leicht einschreien und lässt sich dann nur schwer in den Schlaf bringen. Am besten sind feste Schlafzeiten. Dabei kann dir ein Tagebuch helfen. Schreib dazu in den ersten Wochen auf, wann dein Baby müde war, woran du es gemerkt hast und wie lange geschlafen hat. So kannst du bald erkennen, wann dein Baby am besten schlafen sollte und du umgehst das Schreien wegen Müdigkeit.

Hitze/Kälte

Schreit dein Baby mit einer bibbernden Oberlippe ist das ein klares Zeichen dafür, dass es friert. Manche Babys sehen schnell leicht bläulich aus. Andere kriegen eiskalte Hände. Ist deinem Baby zu warm, zeigt sich das meist durch rote Wangen und ein müde klingendes Weinen. Ein einfacher Trick ist es, dem Baby die Hand in den Nacken zu legen. Ist es dort sehr warm und verschwitzt, musst du ihm weniger anziehen. Ist es im Nacken oder an den Händen sehr kühl, braucht es eine Decke.

Langeweile/Überreizung

Überreizte Babys drehen den Kopf beim Spielen weg. Sie weinen erst, wenn man die Zeichen ignoriert. Das kann durch zu viel Tumult, Lautstärke, bunte Lichter oder andere Reize ausgelöst werden. Bring dein Baby dann einfach in einen ruhigen Raum und lass es sich entspannen. Manchmal hilft auch eine Kuscheleinheit mit Mama, aber ohne weitere Reize.

Ist deinem Baby langweilig, jammert es meist mit kleinen Pausen dazwischen. Es möchte beschäftigt werden. Dafür musst du ihm aber nicht viele Reize bieten. Ein bisschen Singen oder Erzählen reicht deinem Baby anfangs meist schon.

Schmerzen

Schmerz-Schreie sind schrill und du erkennst sie leicht. Oft wird dein Baby dann rot im Gesicht und ballt die Fäuste. Es verkrampft seine Beine oder bekommt einen harten Bauch. Doch meistens ist der Schmerz recht harmlos, auch wenn es auf dich gar nicht so wirkt. Eine Bauchmassage kann bei Blähungen helfen. Manchmal sitzt die Kleidung zu eng am Bauch oder der Popo ist wund. Wenn du dir unsicher bist, kannst du jederzeit deine Hebamme oder den Kinderarzt zu Rat ziehen.

Teile diesen Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.